CrossFit in Skandinavien Teil 1

Inspiriert durch einige Blair Morrison Artikel über die fantastischen CrossFit Locations im Norden Europas entstand der Plan, einen Teil dieser Gyms in Kopenhagen, Stockholm und Malmö im Rahmen einer Städtetour aufzusuchen.

Die Tour startete in Kopenhagen. Die Stadt an sich ist natürlich schon  fantastisch, aber da sie mit CrossFit Kopenhagen das grösste CrossFit Gym der Welt (1.100 Mitglieder aktuell) besitzt, macht sie das für alle CrossFitter außerordentlich attraktiv. Insgesamt habe ich drei Gyms in dieser Stadt besucht: CrossFit Kopenhagen, Paeida Gym sowie Butchers Lab und jeder Besuch war auf seine Weise lohnenswert und inspirierend.

CrossFit Copenhagen hat unter anderem eine deutsche Trainerin: Yvonne Ferg. Auf meine Ankuendigung nach Kopenhagen zu kommen hatte ich dann bereits im Vorfeld eine sehr nette und einladende Antwort bekommen. Die Location befindet sich – für München undenkbar – in einer alten Kirche. Dadurch sind hohe Decken vorhanden,die Atmosphäre ist ganz besonders und der von den Mitgliedern verwendete Ausdruck “ich trainiere in der Kirche” hat aufgrund seiner Doppeldeutigkeit sehr viel Charme. Da es über zwei Etagen geht, koennen Anfänger und Fortgeschrittene getrennt trainieren, was bei der Anzahl der Teilnehmer in jedem Fall sinnvoll ist. Habe dort an zwei Workouts teilgenommen. Das erste war eine Deadlift / Burpee Kombi von den Games 2008  und das zweite war das Final Workout -also eigentlich drei in einem – von den Games 2010. Das WOD wurde dort unter das 1x wöchentlich stattfindede “Killer-Workout” eingestuft – und das zu Recht. Ein derartiges Workout wäre mangels Equipment – insbesondere fehlt die Mauer – bei uns nicht durchführbar, insofern war ich Kaspar sehr dankbar fuer das Programming und diese tolle Erfahrung. Zwei Sachen seien bei CrossFit Kopenhagen besonders hervorgehoben: das wirklich gut strukturierte Training und die Freundlichkeit und Offenheit der Trainer Kaspar und Yvonne. In jedem Fall ein absolutes Muss fuer jeden Kopenhagen-Besuch.

Trainiert habe ich auch noch bei Butchers Lab. Von der Organisation und dem Publikum differiert das doch recht stark zu CrossFit Kopenhagen, so dass die sich m.E. gar nicht unbedingt groß Konkurrenz machen. Die Box ist im Hafengebiet von Kopenhagen angesiedelt, zwischen einem Haufen anderer Kuehlhaeuser.  Mit den Fliesen an den Waenden und der ansonsten minimalistischen Einrichtung – halt nur das Equipment was man braucht – hat auch dieses Gym seinen Reiz jedoch anders und eine Spur härter als CrossFit Kopenhagen. “Härter” war auch das Publikum dort.  Dort wurde ich aber ebenso freundlich ins Training integriert, was wiederum Burpees und dazu noch Thrusters beinhaltete. Also ziemlich was zum Schnaufen. War leider noch etwas geplättet vom vorherigen Games-Workout, hat sich also eher nach Rest-Day angefuehlt und dementsprechend mässig war meine Performance.

Danach war klar, dass ich dem Padeia Gym an meinem letzten Tag in Kopenhagen nur noch einen Besuch abstatte und nicht noch mal ein Workout mache. Meine Erwartungen bezüglich dieses Gyms waren nicht so hoch, da es das kleinste der drei Gyms ist und ich mir irgendwie nicht vorstellen konnte, wie sich das noch von den beiden populären Gyms abheben könnte. Das tut es aber sehr wohl und ich bin froh mir dieses noch mal angeschaut zu haben. Die Box ist in einem Industriegebiet angesiedelt, sehr aufwendig eingerichtet und verfügt über unglaublich viel hochwertiges Equipment von Eleiko (das haben uebrigens fast alle Gyms in Skandinavien). Nach Aussagen der Trainer geht es bei den Workouts teilweise etwas gemütlicher zu, jedoch wird wahnsinnig viel wert auf eine präzise Technikschulung gelegt. Die Klassen sind jeweils bei 11 Personen limitiert, um den hohen Qualitätsstandard zu halten. Die Trainer haben einen Powerlifting- bzw. Weightliftingbackround und legen sehr viel Wert auf Strength-Training. Mein Eindruck bei CrossFit Kopenhagen und Butchers Lab – sofern man sich nach der kurzen Zeit einen Eindruck erlauben kann – war, dass der Fokus dort auf Metcon Workouts liegt. Padeia baut hingegen recht viel Strength-Training ein und verfolgt eher einen Ansatz wie CrossFit Football. Die Trainer dort waren wiederum sehr, sehr freundlich und auskunftsfreudig und ich habe mich ein bisschen geärgert, meine Energie fúer Burpees und Thruster verwendet zu haben, da Strength-Training an diesem Tag besser gewesen wäre.Alles in allem ein sehr lohnender Besuch in dieser Stadt und es wird dementsprechend ganz sicher nicht der letzte gewesen sein.

Dieser Beitrag wurde unter Training veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

One Response to CrossFit in Skandinavien Teil 1

  1. Kanut, der Hobbysportler says:

    Toller Bericht, ist immer interessant über den eigenen Tellerrand hinausschauen zu können.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>